deutsche Zusammenfassung des Artikels:

5-year course of therapy-induced recovery in chronic non-fluent aphasia

Jungblut, M., Mais, C. Huber, W., Binkofski, F.C., Schüppen, A. (2020): 5-year course of therapy-induced

recovery in chronic non-fluent aphasia - Three single cases – CORTEX, Vol. 132, pp. 147-165.

https://publications.rwth-aachen.de/record/814516

.

S I P A R I ®

evidenzbasierte musikunterstützte Sprachanbahnung

für chronisch kranke Aphasie-Patienten

®

Über einen Zeitraum von fünf Jahren erhielten drei 3 Patienten mit schwerer chronischer nicht-flüssiger Aphasie und Sprechapraxie (AOS) jährliche Behandlungsperioden des gezielten rhythmisch- melodischen Stimmtrainings SIPARI®. Dieses Therapiekonzept konzentriert sich auf die Verbesserung der Planung, Programmierung und Sequenzierung von Sprechbewegungen und legt dabei besonderen Wert auf das Training kognitiver Fähigkeiten (z.B. bewusste Aufmerksamkeitssteuerung, Arbeitsgedächtnis, zielgerichtetes Beginnen, Koordinieren und Sequenzieren von Handlungen, Handlungskontrolle etc.). Verhaltens- und neuronale Daten wurden zu Beginn der Therapie und fortlaufend nach jeder Behandlungsperiode erfasst. Ein erstes wichtiges Ergebnis war, dass nach dem ersten Behandlungszeitraum signifikante Verbesserungen der sprachlichen und sprechmotorischen Leistungen gemessen wurden, die bei allen Patienten mit einer signifikanten zusätzlichen Aktivierung rund um die Läsion in der linken Hemisphäre einhergingen, insbesondere im hinteren Teil des linken Gyrus temporalis superior. Dieses Aktivierungsmuster wurde bei jedem nachfolgenden Scan kontinuierlich bestätigt. Die Untersuchungen nach der dritten Behandlungsperiode ergaben zusätzliche signifikante Aktivierungen in dorsolateralen präfrontalen Kortexregionen, insbesondere im linken mittleren und oberen frontalen Gyrus sowie im anterioren cingulären Gyrus, was zu einem weiteren signifikanten Anstieg des Sprachprofils führte, einem allgemeinen und klinisch relevanten Maß für den Schweregrad der Aphasie. Auf der Grundlage unserer Ergebnisse gehen wir davon aus, dass selbst in der Langzeitrehabilitation von schwer betroffenen Patienten mit nicht-flüssigen Aphasien die angewandte Behandlung die zusätzliche Aktivierung dorsolateraler präfrontaler Regionen unterstützen kann, von denen angenommen wird, dass sie besonders an der kognitiven Verarbeitung beteiligt sind. Dieses dorsolaterale präfrontal-parietale Netzwerk in der linken Hemisphäre soll speziell im Zusammenhang mit Prozessen von großer Bedeutung sein, die eine aktive Beteiligung des phonologischen Gedächtnisses erfordern. Soweit wir wissen, gibt es bisher keine vergleichbaren Studien. Wir hoffen daher, dass unsere Studie dazu dienen kann, mehr Aufmerksamkeit auf die späten Phasen der Langzeitrehabilitation zu richten, nicht zuletzt als Herausforderung für Therapeuten und Forscher gleichermaßen.

Die

von

Frau

Dr.

Jungblut

entwickelte

SIPARI®

Therapie

wird

ausschließlich

von

ihr

oder

von

ihr

ausgebildeten

und

zertifizierten

Therapeuten

angeboten.

Interessenten

und

Patienten

sollten

sich

vergewissern,

dass

der

anbietende

Therapeut

über

eine

entsprechende

Ausbildung verfügt.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.
® S I P A R I ® evidenzbasierte musikunterstützte Sprachanbahnung  für chronisch kranke Aphasie-Patienten
Über einen Zeitraum von fünf Jahren erhielten drei 3 Patienten mit schwerer chronischer nicht-flüssiger Aphasie und Sprechapraxie (AOS) jährliche Behandlungsperioden des gezielten rhythmisch- melodischen Stimmtrainings SIPARI®. Dieses Therapiekonzept konzentriert sich auf die Verbesserung der Planung, Programmierung und Sequenzierung von Sprechbewegungen und legt dabei besonderen Wert auf das Training kognitiver Fähigkeiten (z.B. bewusste Aufmerksamkeitssteuerung, Arbeitsgedächtnis, zielgerichtetes Beginnen, Koordinieren und Sequenzieren von Handlungen, Handlungskontrolle etc.). Verhaltens- und neuronale Daten wurden zu Beginn der Therapie und fortlaufend nach jeder Behandlungsperiode erfasst. Ein erstes wichtiges Ergebnis war, dass nach dem ersten Behandlungszeitraum signifikante Verbesserungen der sprachlichen und sprechmotorischen Leistungen gemessen wurden, die bei allen Patienten mit einer signifikanten zusätzlichen Aktivierung rund um die Läsion in der linken Hemisphäre einhergingen, insbesondere im hinteren Teil des linken Gyrus temporalis superior. Dieses Aktivierungsmuster wurde bei jedem nachfolgenden Scan kontinuierlich bestätigt. Die Untersuchungen nach der dritten Behandlungsperiode ergaben zusätzliche signifikante Aktivierungen in dorsolateralen präfrontalen Kortexregionen, insbesondere im linken mittleren und oberen frontalen Gyrus sowie im anterioren cingulären Gyrus, was zu einem weiteren signifikanten Anstieg des Sprachprofils führte, einem allgemeinen und klinisch relevanten Maß für den Schweregrad der Aphasie. Auf der Grundlage unserer Ergebnisse gehen wir davon aus, dass selbst in der Langzeitrehabilitation von schwer betroffenen Patienten mit nicht-flüssigen Aphasien die angewandte Behandlung die zusätzliche Aktivierung dorsolateraler präfrontaler Regionen unterstützen kann, von denen angenommen wird, dass sie besonders an der kognitiven Verarbeitung beteiligt sind. Dieses dorsolaterale präfrontal- parietale Netzwerk in der linken Hemisphäre soll speziell im Zusammenhang mit Prozessen von großer Bedeutung sein, die eine aktive Beteiligung des phonologischen Gedächtnisses erfordern. Soweit wir wissen, gibt es bisher keine vergleichbaren Studien. Wir hoffen daher, dass unsere Studie dazu dienen kann, mehr Aufmerksamkeit auf die späten Phasen der Langzeitrehabilitation zu richten, nicht zuletzt als Herausforderung für Therapeuten und Forscher gleichermaßen.

Die

von

Frau

Dr.

Jungblut

entwickelte

SIPARI®

Therapie

wird

ausschließlich

von

ihr

oder

von

ihr

ausgebildeten

und

zertifizierten

Therapeuten

angeboten.

Interessenten

und

Patienten

sollten

sich

vergewissern,

dass

der

anbietende

Therapeut über eine entsprechende Ausbildung verfügt.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwen- dung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet.

deutsche Zusammenfassung des Artikels:

5-year course of therapy-induced

recovery in chronic non-fluent aphasia

Jungblut, M., Mais, C. Huber, W., Binkofski, F.C.,

Schüppen, A. (2020): 5-year course of therapy-

induced recovery in chronic non-fluent aphasia -

Three single cases – CORTEX, Vol. 132, pp. 147-

165. https://publications.rwth-

aachen.de/record/814516