SIPARI®

Therapie für chronisch kranke Aphasie-Patienten

 

entwickelt und erprobt in Zusammenarbeit mit der Universität Witten-Herdecke mit nachgewiesenen signifikanten Verbesserungen -gemessen mit dem AAT- bei 75% der Patienten. Die Cochrane Collaboration, die das Cochrane Review herausgibt, hat bei der Behandlung von erworbenen Hirnschädigungen  die Methode SIPARI® in 2010 im Bereich „Communication (language production)“ als die einzige evidenzbasierte musiktherapeutische Methode gelistet. Siehe: Bradt J, Magee WL, Dileo C, Wheeler BL, McGilloway E. Music therapy for acquired brain injury. Cochrane Database of Systematic Reviews 2010, Issue 7. Art. No.: CD006787. DOI: 10.1002/14651858.CD006787.pub2.

Die Cochrane Collaboration setzt den internationalen Standard für die unabhängige Bewertung und Assimilation von wissenschaftlicher Evidenz und ist regierungs-unabhängiger Partner der Weltgesundheitsorganisation (WHO) (Quelle: Arztbibliothek).  

Bei der Methode SIPARI® handelt es sich um einen Behandlungsansatz, der aus der Arbeit mit chronisch kranken Aphasikern entwickelt wurde und deren spezielle Probleme berücksichtigt.

Anhand von Gruppen- und Einzelfallstudien, die in Zusammenarbeit mit der medizinischen Fakultät der Universität Witten-Herdecke durchgeführt wurden, konnte die beeindruckende Effizienz von SIPARI® nachgewiesen werden. Eine detaillierte Beschreibung dieses Behandlungsansatzes finden Sie auch in diesem Lehrbuch des Thieme Verlages.

Ausgehend von dem bekannten Phänomen, dass selbst schwer betroffene Aphasiker häufig Texte bekannter Lieder singen können - obwohl sie nicht oder nur wenig sprechen können- baut dieses rhythmisch-melodische Stimmtraining auf der Ressource Singen auf.

Durch gezieltes Training kommt es zur Stimulation verbliebener Sprachfähigkeiten, wobei in Abhängigkeit vom Störungsbild die Übungen jeweils den Fähigkeiten der Betroffenen angepasst werden.

Sprachmelodie und Sprechrhythmus der Alltagssprache bilden wichtige Übungsbestandteile.

Rhythmus wird hierbei auf Instrumenten, mit der Stimme oder auch in kombinierter Form erarbeitet.

Einen weiteren wesentlichen Bestandteil des Konzeptes stellt das gemeinsame Spiel auf Instrumenten dar, die jeder auch ohne musikalische Vorkenntnisse spielen kann.

Diese Methode hat das Ziel, die Sprachanbahnung zu unterstützen und den gegenseitigen Austausch zu fördern, der zunächst musikalisch und erfahrungsgemäß mit zunehmender Vertrautheit auch sprachlich stattfindet.

Daher wird diese Behandlung auch als Gruppentherapie angeboten. Die Einzeltherapie bietet die Möglichkeit, noch intensiver mit musikspezifischen Maßnahmen auf die jeweiligen sprachlichen Beeinträchtigungen einzugehen.

Ansprechpartner: Dr. Jungblut

zurück

© 2011, Dr. Jungblut